Japan Tipps für Reisefotografen und meine Bucket List für den nächsten Trip

Beitrag in Zusammenarbeit mit der Japanischen Fremdenverkehrszentrale (JNTO).

Traumdestination Japan

Japan ist für viele die Traumdestination. Dennoch habe ich aber das Gefühl, dass sich einige vor der Reiseplanung etwas scheuen. Vielleicht ist es die Angst vor der fremden Sprache und der Vorstellung, dass man sich nicht zurechtfindet oder aber man hat sonst irgendwelche Bedenken was das Reisen im Land der aufgehenden Sonne anbelangt.

Ganz ehrlich gesagt, hatte ich vor meiner ersten Japan-Reise im Jahr 2018 auch ein paar Fragezeichen. Da ich so überhaupt nicht der Fisch-Esser bin, hatte ich zu Beginn etwas Bammel, dass ich mich in Japan nur von Fast-Food und ungesunden Snacks ernähren werden müsse. Oh, wie falsch ich da aber lag. Keine Ahnung weshalb ich dachte, man esse in Japan nur Sushi und andere Fischgerichte.

Heute gehören mehrere japanische Gerichte zu meinem Lieblingsessen.

Garten in der Ginkaku-ji Tempelanlage in Kyoto

Ich kann dir versprechen, die Bedenken sind absolut unbegründet.Während meiner zweijährigen Weltreise war Japan in ganz Asien das angenehmste und eines der am einfachsten zu bereisenden Länder.

Im Nachhinein ist man überrascht, wie gut das Reisen in Japan (auch für Fremdsprachige) funktioniert und kaum ist man zuhause, möchte man bereits wieder die nächste Reise nach Japan planen und mehr vom Land sehen. Zumindest ist es mir so ergangen und wäre die Welt nicht in eine Ausnahmesituation gefallen, dann hätte ich die nächste Reise bereits in Angriff genommen.

Tokyo Tower

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und die Planung kann beginnen. Meine Bucket List für die nächste Japan-Reise findest du weiter unten zum Schluss des Beitrages. Zuerst möchte ich allerdings das eine oder andere fotografische Highlight meiner erstan Japan-Reise mit dir teilen.

Japan Fototipps für die erste Reise

Für deine erste Japan-Reise kann ich dir die sogennante goldene Route empfehlen.

Ohne es zu Wissen, habe auch ich mich gemeinsam mit meiner Reisepartnerin Rocio für eine Variante der klassischen Japan-Reise-Route zwischen Tokio und Hiroshima entschieden. Es hat seinen Grund weshalb diese Route so populär ist. Dabei habe ich als Reisefotograf bei der Planung den Fokus natürlich auf die Fotografie ausgelegt.

Klassische Route: Tokio - Osaka - Kyoto - Nara - Miyajima - Hiroshima - Tokio

Japan ist so unglaublich vielseitig und hat für jeden Fotogeschmack etwas zu bieten. Sei es das rege Treiben und das Nachtleben in den modernen Grossstädten, die kulturelle Architektur und die schöne Natur sowie auch unvergessliche Begegnungen mit Tieren (z.B. das Rotwild im Nara-Park und auf Miyajima). Diese Japan-Reise-Route lässt sich optimal und ganz einfach mit dem Shinkansen Schnellzug in zwei Wochen bereisen.

Folgendes solltest du dir als Reisefotograf bei deiner Japan-Reise nicht entgehen lassen:

Strassenfotografie in Tokio und Osaka

Tokio

Tokio ist die grösste Stadt der Welt und überzeugt mit seiner faszinierenden Architektur und dem Leben auf engem Raum. Was mich aber in Tokio am meisten fasziniert hat, sind die Menschen mit ihren verschiedenen Gesichtern. Sei es im lebhaften Shibuya-Bezirk, dem farbenfrohen Shinjuku oder im mega hippen und schrillen Harajuku.

Die Metro bringt einem (relativ) schnell und ganz bequem von einem Ecken der Stadt in den anderen und bietet sich dabei auch als tolles Fotomotiv an.

Das Strassenleben dokumentieren macht Spass. Beim Fotografieren und Portraitieren von Menschen gelten die üblichen Regeln: Freundlich sein, lächeln und wenn man merkt, jemand möchte nicht fotografiert werden, dann lässt man es einfach besser sein.

Ganz wichtig ist aber in ganz Japan: Respektiere die japanische Kultur und mach bitte keine Fotos von Geishas. Wer sich nicht daran hält, riskiert unter Umständen sogar eine hohe Geldstrafe. Es gibt genügend andere tolle Motive, mach dir keine Sorgen.

Osaka

Osaka ist eine weitere Weltstadt und war die zweite Destination unserer Fotoreise durch Japan. Kulinarisch habe ich in Osaka das frisch zubereitete “Okonomiyaki” entdeckt, welches sich zu einem meiner Lieblingsgerichten entpuppt hat. Was die Fotografie anbelangt, ähnelt Osaka seiner grossen Schwester Tokio schon sehr und das Strassenleben steht auch hier im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Speziell gut hat mir in Osaka der Stadtteil Dotonbori gefallen. Der Bezirk hat den Namen vom gleichnamigen Fluss geerbt, der sich durch die Stadt zieht. Dotonbori ist bekannt für die Kulinarik und die Street-Food-Szene. Es ist ziemlich schwer die Atmosphäre in Worte zu fassen. Die Lichter am Abend und in der Nacht an beiden Ufern des Dotonbori-Flusses sehen nicht nur gut aus, sie fühlen sich auch einfach gut an.

Kultur und Tradition in Kyoto

Kyoto war nicht nur das kulturelle Highlight unserer Japan-Reise, sondern hat mich mit unzähligen tollen Fotomotiven beschenkt. Die japanische Liebe zum Detail konnte ich in Kyoto unglaublich gut wahrnehmen. Sei es in den vielen verschiedenen Tempeln oder in den kleinen Gärten und Vorplätzen von hübsch dekorierten Einfamilienhäusern.

Bei einer zweiwöchigen Japan-Reise, empfehle ich dir in Kyoto den Besuch der verschiednen Tempelanlagen gut zu planen und dann auch noch genügend Zeit freizuhalten, um einfach durch die Strassen und Gassen zu schlendern. In Kyoto bekam ich so richtig das Gefühl, den japanischen Traditionen und Lebensweisen noch näher gekommen zu sein.

Folgende Tempelanlagen solltest du dir als Reisefotograf nicht entgehen lassen:

  • Kinkaku-ji
  • Kiyomizu-dera
  • Ginkaku-ji
  • Tō-ji

In Kyoto ist die Chance auf eine Geisha zu treffen noch wesentlich grösser als in Tokio. Aber bitte beachte insbesondere auch hier, die Traditionen zu respektieren und Fotos von Geishas zu unterlassen.

Die unzähligen rot leuchtenden Torii-Tore, welche sich beim Fushimi Inari-Taisha Schrein aneinander schmiegen haben mir in Kyoto besonders gut gefallen. Tipp: Besuche diesen Ort, wie auch die meisten Tempel, früh am Morgen um den Menschenmassen etwas zu entgehen. Dann profitierst du zudem auch noch vom besten Licht für Fotos – win win, also.

Rotwild im Nara-Park

Nara ist eine überschaubarere Stadt und nur eine kurze Zugsfahrt von Kyoto und Osaka entfernt. Auch in Nara gibt es sehr schöne und historisch bedeutsame Tempel anzusehen, aber die Hauptattraktion ist für Fotografieliebhaber der Nara-Park, ein grosser Naturpark in dem man auf eine Vielzahl von freilebenden Hirschen und Rehen trifft. Die Tiere werden von der Bevölkerung als heilig betrachtet, deshalb sind sie insbesondere mit Respekt zu behandeln.

Die Hirsche und Rehe dürfen mit speziellen für die Tiere geeigneten Keksen gefüttert werden. Wichtig ist dabei, den Tieren kein anderes Futter zu geben, das kann je nach dem gefährlich für sie sein.

Hiroshima und die Insel Miyajima

Zum Abschluss unserer ersten Japan-Fotoreise haben wir nochmals den Shinkansen Schnellzug geschnappt und sind noch etwas weiter südlich nach Hiroshima gefahren.

Hiroshima habe ich im Grossen uns Ganzen als eine etwas ruhigere und weniger touristische Stadt wahrgenommen. Weltbekannt ist die Stadt wahrscheinlich eher aufgrund der tragischen Vergangenheit. Das Friedensmuseum sowie das Friedensdenkmal, auch Atombombenkuppel gennant, dokumentieren die Geschehnisse von 1945 sehr gut und sind definitiv ein Besuch und das eine oder andere Foto wert.

Fotografisch hat die Region mit der kleinen Insel Miyajima noch viel mehr zu bieten. Die Insel ist nur ein Katzensprung von Hiroshima entfernt und lässt sich sehr gut mit einer Kombination aus Zug und Fähre erreichen.

Wie in Nara findet man auch auf Miyajima freilebende Hirsche und Rehe, wenn auch nicht in gleicher Menge. Die Hauptattraktion von Miyajima ist aber hier nicht das Rotwild, sondern ein einziges rot leuchtendes grosses Torii-Tor, dass komplett im Wasser liegt.

Gut zu wissen: Bei Ebbe zieht sich das Wasser soweit zurück, dass man bis zum Tor laufen kann.

Bucket List für meine nächste Japan-Reise

Unsere erste Japan-Reise hat mir so richtig Lust auf mehr gemacht. Sobald das Reisen wieder möglich ist, möchte ich gemeinsam mit Rocio unbedingt mehr von Japan entedecken, auch abseits der regulären und oft begangenen Trampelpfade. Jetzt weiss ich, wie einfach das Reisen in Japan geht und kann die Planung unbesorgt in Angriff nehmen.

Für den nächsten Trip nach Japan habe ich mir bereits ein paar Wunsch-Destinationen herausgesucht, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte:

1. Schneeaffen in Jigokudani

Ganz oben auf meiner Bucket List steht die Präfektur Nagano. Dort möchte ich unter anderem hin um die badenden Schneeaffen in Jigokudani zu fotografieren. Die dort lebenden Makaken sind von den Bergen heruntergekommen um sich in den heissen Quellen aufzuwärmen. Die Affen sehen einfach herrlich aus, wie sie gemütlich im warmen Wasser baden gehen. Perfekt für tolle Fotos und definitiv ein einmaliges Erlebnis.

2. Altes Japan im Kiso-Tal

Ein weiterer Punkt ganz oben auf meiner Bucket List ist das Kiso-Tal. Diese Destination lässt sich sehr gut mit dem Besuch bei den Schneeaffen kombinieren, da sich das Kiso-Tal ebenfalls in der Präfektur Nagano befindet. Das Tal liegt an der geschichtsträchtigen Nakasendo-Handelsroute zwischen Kyoto und Tokio und beherbergt einige charmante historische Städte und Dörfer.

3. Shirakawa-go und Gokayama

Das rurale Leben fasziniert mich und in Japan habe ich es auf unserer ersten Reise noch zuwenig kennenlernen können. In der Präfektur Gifu und Toyama könnte ich dies aber noch nachholen. Die beiden Dörfer und UNESCO-Weltkulrturerben Shirakawa-go und Gokayama befinden sich in dieser Region und sind mit ihren speziellen Bauten, die sich schön in die Landschaft einbetten, ein Traum für Fotografen.

Japan – wir sehen uns!

Weitere Informationen, hilfreiche Tipps und Inspirationen zur Planung deiner persönlichen Japan-Reise findest du auf der Webseite der Japanischen Fremdenverkehrszentrale (JNTO).

Runaway Ueli
Hey, was geht? Ich bin Ueli, ein Reisefotograf und Abenteurer aus der schönen Schweiz. Seit geraumer Zeit verspüre ich einen unaufhörlichen Drang nach Freiheit. Diesen Blog widme ich voll und ganz dieser Thematik. Mein Motto: "Heute hier, morgen dort."

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